umgedreht wird ein Schuh draus oder auch:

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umgedreht wird ein Schuh draus oder auch:

Beitrag von Alexia am Mi 22 Aug - 22:16

Ninja Shoot: Pury vs. DX

Akt 1. auf die Parallel Realität gekommen

Wer hätte das gedacht? Pury und Aury waren seit ihrem kleinen gemeinsamen Ausflug in die gesprengte Fantasiewelt unzertrennlich. Dank des Seelenprismas konnten sie sogar zwischen den Parallelwelten hin und her reisen und da die Tür, auf beiden Seiten, immer offen stand, traf man nicht mehr nur die LoTer in der Realität an.
„ Statistisch gesehen habt ihr während der gesamten Laufzeit von eurem LoT schon 5000 Liter Kunstblut verteilt, wenn man nun davon ausgeht, dass ein Erwachsener im Durchschnitt 5 bis 6 l Blut in sich trägt, sind das über tausend Verstorbene!“ starrte Jaz Jay empört an. „ Außerdem wird im Durchschnitt alle 5 Seiten für mindestens 5 Seiten gevögelt! Ist dir klar was das bedeutet?? Eigentlich vögeln die da IMMER! Seit wann ist LoT ein Porno? Und wie kann es überhaupt sein, dass DAS bei euch so gut ankommt? Ich bin nämlich noch nicht fertig. Eine der wichtigen Liebesszenen, ich zitiere:“ blickte sie auf das Manuskript herab. „ Eines Morgens am Frühstückstisch des Schlosses. Ich glaube ich liebe dich, meinte er zu ihr. Wirklich? Staunte sie, ich glaube ich liebe dich auch! Nein, wirklich? Dann lass uns zusammen sein.“ warf sie das Buch wieder auf den Tisch und starrte den Herrn entgeistert an. „ Echt jetzt? Köpfe abschlagen, das könnt ihr! Oder eure Opfer massenweise Häuten, das geht! Doch für eine vernünftige Liebesszene war kein Platz mehr, oder was? Konntet ihr das zwischen dem ganzen rum gehure und dem Eingeweide an die Wand klatschen nicht mehr unterbringen?“
„ Der Großteil unserer Fans sind Männer. Die wollen rum gehure und Eingeweide an die Wand klatschen sehen.“ behauptete er.
„ Wirklich? Dann könnt ihr die Liebe ja auch einfach weglassen, anstatt sie ebenfalls so halbherzig dahin zu klatschen!“
„ Das geht nicht, schließlich gehört sie trotz allem dazu.“
„ Dann mach es vernünftig! Oder lass mich das machen und du schreibst dafür diese Aktionszene!“ grinste sie ihn frech an, ehe sie ihm ihr Manuskript überreichte.
„ Ich wusste doch, dass du die Statistik nicht ohne Grund mitgebracht hast.“ seufzte er. „ Lass mich kurz lesen worum es geht.“
„ Klar mach das. Ich habe dir alle wichtigen Randfakten dazu geschrieben, also solltest du die Szene mit Leichtigkeit schreiben können. Ach aber sei weniger Blutrünstig, ok?“
„ Wenn du dafür weniger schnulzig bist, dann geht es in Ordnung.“
„ Ich bin nicht schnulzig!“
„ Und wie du das bist.“ schielte er belustigt zu ihr auf.
„ Bin ich gar nicht!“ verschränkte sie beleidigt die Arme vor der Brust. „ Ich schreibe die wichtigen romantischen Szenen bloß richtig und mit vollem Herzblut und nicht so stümperhaft wie du das machst. Es ist mir ohnehin ein Rätsel, wie du ich sein kannst, wenn du nicht mal in der Lage bist zwei Personen auf einer angemessenen Art und Weise zusammenzubringen!“
„ Das gleiche könnte ich dich auch fragen, schließlich bist du nicht in der Lage jemanden sterben zu lassen, obwohl das genauso zu einem gutem Buch dazugehört wie die Liebe. Außerdem habt ihr während eurer gesamten LoT Laufbahn bestimmt höchstens 10ml Kunstblut verschüttet.“
„ Touché...“ schielte sie ihn an. „ Aber unser LoT wird auch nicht als blutrünstiger Porno angesehen, deshalb brauchen wir das alles nicht! Zumal man Kunstblut auch nur schwer aus den Kostümen wieder raus bekommt.“
„ Siehst du! Und aus diesem Grund sind unsere Charaktere meistens nackt!“ schmunzelte er. „ Außerdem ist es doch gut, dass wir nicht dieselben Stärken haben, so können wir uns perfekt ergänzen und das ohnehin schon grandiose Werk noch grandioser gestalten.“
„ Das ist allerdings auch richtig.“ lächelte sie. „ Und sooo schlecht ist euer LoT auch gar nicht.“
„ Ich weiß.“
„ Jaz? Können wir dann? Sonst fängt der Film ohne uns an.“ wippte Luca hinter ihr ungeduldig mit dem Fuß, während er auf seine Armbanduhr starrte.
„ Ja, sofort.“
„ Nehmt den Hinterausgang wenn ihr heile am Kino ankommen wollt.“ bemerkte Lance, der ganz in der Nähe saß, seine Beine dabei lässig auf den Tisch gelehnt hatte und sein Handy studierte. „ Oder soll ich euch begleiten?“
„ Nein, wie: ganz bestimmt nicht heute Abend!“ schob Luca die Dame auf den Hinterausgang zu. „ Aber an jedem anderen Tag, ja vielleicht, warum nicht?“
„ Sind die beiden nicht süß?“ sah er dem Pärchen grinsend hinterher. „ Warum schnappst du dir nicht unsere Luca?“
„ Aus dem selben Grund, weshalb du nicht mit Yamiko zusammen bist. Nicht alles ist hier genauso wie dort drüben.“
„ Uh, ich und nur eine? Das ist unmöglich! Diese Ketten sind einfach nichts für mich.“
„ Ja klar, denk da ruhig noch ein paar Mal drüber nach und ehe du dich versiehst, siehst du alles plötzlich in einem ganz anderen Licht.“
„ Ach nein danke. Ich bleibe lieber wie ich bin.“ konzentrierte er sich wieder auf sein Handy.
„ Genau SO sehe ich das auch.“ begann er damit Jaz Manuskript zu lesen.
„ Zum Glück hat sie die allererste Liebesszene nie gelesen.“ grinste Lance schief auf.
„ Meinst du die, die wir nie geschrieben haben?“ sah er schmunzelnd zu ihm hin.
„ Ja genau.“ lachte er. „ Das hätte bestimmt ihre heile kleine Schriftsteller-Welt zutiefst erschüttert, dass die Wortlos von einem Absatz auf den nächsten zusammenkamen.“
„ Mhm.“ lächelte er. „ Ja, vielleicht.“
„ Zum Glück haben wir das so unauffällig eingebaut, dass sie es nicht mal bemerkte, als sie das Buch las.“
„ Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das nicht bemerkt hat. Sie hält das Wissen bloß so lange zurück, bis sie es gegen mich einsetzen kann, damit sie ihren Willen bekommt.“
„ Uh, ist es nicht beinahe erschreckend, wie gut du die Kleine bereits kennst?“
„ Wir sind eben auf einer Wellenlänge.“ griente er noch kurz auf, ehe er sich voll aufs Manuskript konzentrierte. „ Ich würde es nicht anders machen.“
„ Mhm, wie interessant.“ kam Yamiko murmelnd, völlig durchnässt und mit einer scheinbar unheimlich interessanten Zeitschrift durch den Hinterausgang in den Saal geschlendert. „ Ob der Autor wohl über hellseherische Kräfte verfügt?“
„ Was hast du denn gemacht?“ sah Lance belustigt zu ihr hin. „ Bist du in deinen Teich gefallen, oder was?“
„ Ja, aber daran ist nur dieses Horoskop schuld! Da steht, dass mir das Wasser heute bis zum Hals stehen wird und ja! Sie haben Recht gehabt!“
„ Damit hatte dein Horoskop bestimmt nichts zu tun. Vielleicht solltest du dich an Jack oder Justin wenden. Die haben da bestimmt ihre Finger mit ihm Spiel.“ vermutete Jay.
„ Aber wie hätten die denn dafür sorgen sollen, dass ich von meinem Fels abrutsche und ins Wasser falle?“ sah sie die Herren fragend an.
„ Butter oder Vaseline. Es könnte auch Schmieröl gewesen sein.“
„ Oder die Steine müssen mal wieder vom Moos befreit werden.“ fügte Jaden hinzu.
„ Und das was Mario passiert ist, da haben sie auch ihre Finger mit ihm Spiel? In seinem Horoskop steht nämlich, dass er heute seinen Kopf in den Sand stecken wird und als ich ihn sah, war ein Sandsack auf ihn herabgefallen und sein Kopf steckte im Sand!“ berichtete sie. „ Und Laura! Sie sollte abwarten und Tee trinken und was habe ich gesehen?? Das sie an ihrem Set saß, abwartete und dabei Tee trank!!! Das ist doch alles kein Zufall mehr!“
„ Naja, das mit Mario ist schon eine Fügung der Götter, doch Laura trinkt immer Tee und scheint auf irgendwas zu warten.“ konterte Lance. „ Das hat nichts zu bedeuten.“
„ Du solltest trotzdem vorsichtig sein. Dein Horoskop besagt nämlich, dass dir eine Frau heute zum Verhängnis werden wird.“ riet sie ihm.
„ Das wäre ja nichts neues!“ grinste er belustigt auf. „ Außerdem ist heute Ladys Night im V-Club. Da kann ich nicht einfach fern bleiben, schließlich bin ich für die so was wie ein Aushängeschild.“
„ Wie du meinst. Aber sage hinterher nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.“
„ Du brauchst dir wirklich keine Sorgen um mich zu machen, Kleines.“ lächelte er sie charmant an. „ Wenn es zum Verhängnis kommen sollte, dann nur weil ich mal wieder einen Namen vergessen habe.“
„ Oder weil plötzlich der Freund in der Tür steht.“ ergänzte Jay.
„ Das Kapitel habe ich mit unserer Gang-Zeit erfolgreich hinter mir gelassen. Oder sagen wir, das ist eher selten der Fall. Außerdem woher soll ich denn wissen, dass es da schon jemanden gibt, wenn es nicht erwähnt wird? Ich kann nämlich nicht hellsehen und wie gesagt, das Infiltrieren und von innen heraus vernichten der feindlichen Gangs über die Bräute der Bosse ist längst vorbei.“ doch kaum hatte er das ausgesprochen, da verzog er auch schon seinen Mund. „ Tut mir leid, ich hätte es nicht erwähnen sollen.“
„ Wieso? Wir wurden nicht infiltriert und von innen heraus vernichtet. Die Führungsperson hat sich bloß geändert.“ erhob er sich von seinem Platz. „ Ich bin in meinem Büro und schreibe für Jaz die Aktionszene.“
„ Ok.“ sah er ihm noch dabei zu, wie er die Halle verließ. „ Verdammt, ich und meine große Klappe.“ wären seine Haare nicht so perfekt gestylt, würde er sich diese nun raufen. „ Aber warum schleppt er das auch noch mit sich rum!? Also ist er doch eigentlich selbst schuld, oder?“ suchte er bei Yamiko Bestätigung, die ihn allerdings bloß fragend ansah. „ Ja, so sehe ich das auch. Nach all den Jahren könnte er das Kapitel 'Naiki' doch endlich mal begraben.“ grummelte er. „ Der kann heute doch noch weniger mit ihr anfangen als damals! Es würde mich nicht mal wundern, wenn die inzwischen anschaffen geht oder alte reiche Säcke heiratet um diese dann um die Ecke zu bringen und deren Bankkonten zu erben.“ erhob er sich ebenfalls von seinem Platz. „ Wie dem auch sei, ich treffe mich jetzt mit meinem Verhängnis namens Laura. Wir sehen uns also später.“
„ Öh... ok?“ kratzte sie sich am Kopf rum.
Später war ja bekanntlich ein dehnbarer Begriff, deshalb tauchte er auch nicht so schnell wieder auf. Dafür kam Jay irgendwann wieder runter und Jalu kehrte von ihrem Kinoabenteuer der anderen Welt zurück.
„ Der absolute Hammer!“ strahlte sie Jay an. „ Wir konnten mit dem BUS fahren!! Kannst du dir das vorstellen? Wir sind mit einem öffentlichen Verkehrsmittel gefahren und wurden weder zerquetscht noch von irgendwelchen irren Weibern verfolgt! Laura hätte das bestimmt auch gefallen, denn bei der Haltestation am Kino stand so ein richtiger asozialer Vollhonk, dem wir erst mal die Hölle heiß gemacht haben und noch immer, keine IRREN WEIBER weit und breit zu sehen!!“ strahlte sie immer mehr. „ Bevor du jetzt irgendwas zu dem asozialen Vollhonk sagst! Der hatte das verdient, ok? Du hättest mal miterleben müssen, wie der mit seiner eingeschüchterten Frau umgesprungen ist! Jeder andere hätte ihn dafür aus dem Leben geschlagen, aber wir sind ja kultivierter.“ grinste sie schief auf. „ Wir zerstören Persönlichkeiten mit bloßen Worten. Trotzdem! Der hat es nicht besser verdient!“
„ Ich wollte gar nichts zu dem asozialen Vollhonk sagen. Wenn ihr euch dem angenommen habt, dann wird das schon seinen Grund gehabt haben.“ bemerkte er. „ Und wie war der Film?“
„ Welcher Film? Oh, DER Film!!“ kicherte sie. „ Wir hatten den Saal komplett für uns allein, also natürlich war der Film unglaublich gut!“ grinste sie breit auf.
„ Ich verstehe.“ schmunzelte er. „ Euer Date war also ein voller Erfolg, ja?“
„ Sicher, wie immer eben!“ nickte sie. „ Und wie kommst du mit der Szene voran?“
„ Sehr gut, sie ist bereits fertig. Jedenfalls wenn du nichts daran auszusetzen hast.“ deutete er auf die Mappe hin, die vor ihm auf den Tisch lag.
„ Ach, sie ist bestimmt perfekt. Schließlich stammt sie ja von dir und auch wenn du in Liebesszenen eine totale Niete bist, die Sache mit der Aktion hast du voll drauf.“
„ Ich würde nun nicht sagen, dass ich eine Niete bin, was Liebesszenen betrifft, ich habe bloß keine Lust drauf sie niederzuschreiben.“
„ Eine bessere Erklärung ist dir während meiner Abwesenheit nicht eingefallen?“
„ Wieso willst du denn das ich dich belüge? Ich habe keine Lust auf diese Szenen, das ist die langweilige Wahrheit.“
„ Aber die Geschichte, die sich hinter deiner Unlust verbirgt, ist bestimmt nicht langweilig. Erzählst du sie mir?“
„ Irgendwann, tja wer weiß?“
„ Ich werde irgendwann darauf zurückkommen. Lass uns gehen, Luca. Ich habe jetzt Lust auf ein heißes Schaumbad.“
„ JJJJAAAAAAAZZZZZZZZZZ!!!“ vernahmen sie selbst in dieser Welt Laura's entsetzte mit einem Hauch Panik versehene Schreie.
„ Wie es aussieht muss das Bad wohl noch warten.“ glaubte Luca zu wissen.
„ JAZ!!“ kam die Co-Autorin hektisch in den Saal geschlittert. „ Dem Himmel sei Dank, ihr seid wieder da! Alarm Stufe kochend rot, Vulkanausbruch, Höllenfeuer!!!“
„ Oh Gott, kochend rot, Vulkanausbruch, Höllenfeuer, wirklich???“ hakte Jaz schockiert nach.
„ Ja, ich habe es mit eigenen Augen gesehen!! Wir dürfen keine Zeit verlieren!“
„ Wer? Wann und Wo?“
„ Lance, vor ungefähr 20 Minuten und am Einkaufzentrum!“
„ Was ist mit Lance?“ wollte Jay sofort wissen.
„ Er wurde entführt!“ kam es von den Damen zeitgleich wie aus der Pistole geschossen.
„ WAS??“

Akt 2. Die Entführung

„ Was soll das heißen, er wurde entführt?“ wandte sich Jay an Laura.
„ Wir waren im Einkaufszentrum und als wir wieder gehen wollten, fuhr plötzlich dieser schwarze Lieferwagen an uns ran, dann sprangen ein paar Männer raus, schnappten sich Lance, warfen ihn in den Wagen und fuhren davon!“
„ Aber wieso?? Und das auch noch in eurer Welt? Das ergibt überhaupt keinen Sinn.“
„ Es sei denn, irgendjemand hat erkannt dass ihr aus einer anderen Realität stammt und nun sind sie gekommen um irgendwelche Geheimnisse aus ihm heraus zu schneiden.“ meinte Jaz. „ Wie haben die Kerle denn ausgesehen?“
„ Wie sollte irgendwer erfahren haben, dass wir aus einer anderen Realität stammen? Von euch wird das kaum jemand weiter getratscht haben und selbst wenn, dann kommen die doch nicht gleich an um einen von uns zu entführen! Viel mehr wären sie angekommen, um den Geschichten Erzähler in die Klapse zu stecken!“ konterte der Herr.
„ Das waren auch keine Typen von der Regierung. Die trugen ein weißes Einhorn Wappen, also kommen die von:“ Trommelwirbel. „ Yesica!“ schrillten Jala auf.
„ Yesica? Etwa diese Yami vernarrte nervige Schreckschraube?“
„ Genau die.“ nickten sie.
„ Aber was will sie mit Lance? Oh, oder es sei denn...“ grübelte er.
„ Es sei denn WAS?“
„ Wir haben auch eine Yesica in dieser Welt. Lance war für seine Verhältnisse recht lange mit ihr zusammen.“ 2 Wochen. „ Vielleicht ist der Funke bei ihr auch übergesprungen, als sie ihn sah.“
„ Ihh, der war mit dieser Schreckschraube zusammen???“ kreischte Laura auf.
„ Eure Yesica ist nicht wie unsere. Hier steht sie auf Gothic und ausgefallene Sex-Spielchen. Eure steht scheinbar auf weiße Einhörner und das Kämmen ihrer Puppen.“
„ Ja, ok. Eure ist ganz eindeutig cooler.“ nickten die Autorinnen.
„ Wie dem auch sei! Wir MÜSSEN ihn da raus holen!! Nicht auszudenken, was die mit dem anstellen wird!!!“ schnaufte Laura.
„ Wie konnten sie ihn überhaupt überwältigen? Er ist nun niemand, der sich nicht zu wehren weiß und es ist auch nicht das erste Mal, dass man versuchte ihn zu entführen. Also wie konnten sie es schaffen?“
„ Sie haben ihn einfach KO geschlagen, nicht wahr? Mit einem Baseballschläger? Oder einem Golfschläger! Der kann einen auch ausknocken. Oder war es der Schlagring?“ fantasierte Jaz. „ Ich weiß, Chloroform!“
„ Ich sagte doch, sie schnappten ihn und warfen ihn in den Wagen!“
„ Oh, du meintest das also ernst. Aber nun gut. Wir müssen ihn trotzdem befreien. Wir wissen ja wo die Olle wohnt. Also los, worauf warten wir noch?“
„ Ich glaube nicht, dass sie ihn da hingebracht hat. Deshalb orten wir nun sein Handy, dann fahren wir da hin und mähen sie alle nieder!“ setzte sie sich an Jay's Laptop. „ Verdammt, wir können sein Handy ja gar nicht orten! Er befindet sich in unserer Welt und dort existiert sein Handy ja gar nicht.“ atmete die Dame schwer aus. „ Aber egal. Ich habe mir das Kennzeichen ihres Wagens gemerkt! Also machen wir das ausfindig und dann mähen wir sie nieder!“ sprang sie wieder auf. „ Das geht aber nur von unserem Studio aus.“
„ Dann nichts wie hin!“ trieb Jaz die Gruppe zur Eile an. „ Versucht ihr den Wagen zu finden, ich gehe in der Zeit Verstärkung holen. Die werden wir garantiert gebrauchen können.“ doch: „ Was soll das heißen, die sind alle nicht da??“ stand sie kurz darauf vor einer Wache ihres Schlosses.
„ Unsere Gruppen befinden sich alle an der Nordfront. Falador versucht seine Grenzen weiter auszuweiten, das versuchen wir zu verhindern.“ verbeugte er sich ehrfurchtsvoll.
„ Na klasse.“ atmete sie schwer aus. „ Nun gut, dann schicke einen Boten dort hin und richte ihnen bitte etwas von mir aus: die sollen ihre ÄRSCHE sofort in unsere Welt schieben und uns gefälligst bei der Rettungsaktion unterstützen!“
„ Überlasse das mir.“
„ Sie sollen sich beeilen.“ wandte sie sich von dem Herrn ab und eilte zurück zur Tür. „ Tja, schlechte Nachrichten. Kian und die anderen duellieren sich mal wieder mit Elias. Es ist also fraglich, ob sie uns rechtzeitig erreichen werden.“
„ Dann bleibt mehr für uns übrig. Wir haben den Wagen ausfindig machen können.“ sah die Co-Autorin zu ihr hin. „ Er steht außerhalb der Stadt auf einem verlassenen Fabrikgeländer.“
„ Gut, dann lasst uns keine weitere Zeit verlieren und gleich aufbrechen.“
Was sie dann auch taten und so kamen sie wenig später mit quietschenden Reifen am besagten Gelände an.
„ Meinst du die ist so dämlich nicht mit uns zu rechnen?“ wollte Laura von Jaz wissen, während sie sich aufmerksam umsahen.
„ Ich weiß nicht. Ich meine, wir reden hier von Yesica, die würde nicht mal mit der Nacht rechnen, wenn der Mond aufgeht. Aber auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass die Entführung auf ihren Mist gewachsen ist. Dafür hat sie einfach zu wenig in der Birne. Also sollten wir mit allem rechnen. Wir wissen schließlich nicht, welches kriminelle Hirn dahinter steckt.“
„ Dann ist es wohl sehr wahrscheinlich, dass wir schnurstracks in eine Falle rennen, ja?“ vermutete Luca. „ Das ist wirklich sehr beruhigend.“
„ Ja, das könnte durchaus sein. Vielleicht hat sie Lance entführt weil sie glaubt, dass wir dann mit Yami herkommen um ihn zu retten. Es wäre gut möglich, dass sie wirklich glaubt ihn auch überwältigen zu können.“
„ Pff, als wenn ich Yami in die Nähe dieser Schreckschraube lassen würde.“
„ Wenn das wirklich eine Falle ist, dann solltet ihr am Auto bleiben und auf mich warten.“ schlug Jay vor.
„ Das kommt gar nicht in Frage!“ wurde sein Vorschlag einstimmig abgelehnt.
„ Wer weiß wie viele Schwachmaten da drin auf dich warten werden, nein, wir stehen das gemeinsam durch. Du allein kannst auch schlecht auf deinen Rücken achten und das ist mitunter unheimlich wichtig.“ grinste ihn Laura schief von der Seite an.
„ Ja, schon gut. Aber sollte es zu gefährlich werden, dann verschwindet ihr, verstanden?“
„ Ach, das wird nicht passieren. Ganz gleich wer Yesica diesen Floh ins Ohr gesetzt hat, letztendlich kann es ja eigentlich nur von BB kommen. Also was sollte schon passieren?“
Hochmut kam vor dem Fall, das hatten alle schon mal gehört doch scheinbar nicht verstanden. Seinen Feind zu unterschätzen galt ebenfalls als großer Fehler, der einem die Niederlage einbringen konnte, doch auch das, schien niemanden zu interessieren. Deshalb betraten sie blauäugig wie sie waren die alte Fabrik und schon schnappte die Falle zu. Über dem Eingang hingen nämlich einige Luftballons, die mit Schlafgas befüllt waren und sofort aufplatzten, als die Tür geöffnet wurde und so fiel einer nach dem anderen um.
Als Jala die Augen wieder öffnete, befanden sich sich in einem staubigen unterirdischen Bunker, der einst als Kohlebunker benutzt wurde und nur durch ein Gitter an der Decke betreten werden konnte. Demnach wurden die bewusstlosen Freundinnen einfach dort hinein geworfen und praktisch wie Müll entsorgt. Zum Glück für die Damen war der komplette Boden mit einer Tonne Stroh ausgelegt, so waren sie einigermaßen weich gelandet und hatten sich nichts gebrochen.
„ Verdammt. Da kommen wir nie wieder hoch!“ fluchte Laura, die bereits seit einiger Zeit erfolglos versuchte an den Wänden hinauf zu klettern.
„ Was.. ist passiert und wo sind wir hin?“ setzte sich Jaz brummend hin.
„ Oh du bist wach! Ein Glück. Ist alles ok?“
„ Ich denke schon.“ nickte sie. „ Und bei dir?“
„ Ach, ich habe nur ein paar neue Schrammen, also nicht der Rede wert.“ meinte sie.
„ Warte!! Wo sind Jay und Luca???“ riss Jaz schockiert die Augen auf.
„ Nicht hier.“ grummelte sie. „ Vermutlich haben sie sie auch mitgenommen oder in ein anderes Loch geworfen.“
„ Dafür werden sie bezahlen, das schwöre ich dir.“
„ Oh ja, das werden sie. Gleich nachdem wir hier wieder raus gekommen sind.“
„ Wie sind wir hier überhaupt gelandet? Ich erinnere mich noch daran, dass da ein lauter Knall war, nachdem wir die Tür geöffnet haben und dann wird alles schwarz.“
„ An mehr erinnere ich mich auch nicht. Ich schätze mal, dass das Schlafgas oder so was gewesen sein muss.“
„ Ja, das klingt logisch. Und jetzt?“ stand sie auf. „ Wie kommen wir hier wieder raus? Ich habe das dringende Bedürfnis irgendwen in der Luft zu zerreißen! Am liebsten denjenigen, bei dem sich Luca jetzt aufhält.“
„ Das Bedürfnis verspüre ich auch, aber so was von.“ knurrte die Mangaka. „ Ich reiße sie auch alle zusammen auseinander, einen nach dem anderen, bis nicht mal mehr ein Staubkorn von ihnen übrig ist. Die werden es noch bereuen, sich mit uns angelegt zu haben.“
„ Zu mindestens wenn wir hier wieder raus kommen und das sieht gerade nicht so aus, als würde uns das gelingen. Hier liegt zu wenig Stroh, als dass wir es auftürmen könnten und an den Wänden kommen wir scheinbar auch nicht hoch.“
„ Ich habe hier unten auch keinen Empfang, sonst hätte ich schon längst jemanden angerufen. Unsere Schreie wird man wohl auch nicht hören. Also wenn uns nicht bald etwas einfällt, dann werden wir hier unten elendig verrecken!“
„ Na klasse.“ verzog Jaz ihren Mund. „ Dann können wir nun nur hoffen, dass uns Kian und Co zu Hilfe eilt oder irgendwer am Set unsere Abwesenheit bemerkt und so schlau ist unser Handy zu orten.“
„ Yami wäre noch so schlau. Aber so wie die Dinge gerade stehen, haben sie es auf ihn garantiert auch abgesehen. Ich bin mir also nicht sicher, ob ihm noch die Zeit bleibt unsere Abwesenheit zu bemerken und Kian? Wirklich?“ schielte sie sie an. „ Die duellieren sich gerade mit Elias, diesen Kampf werden sie garantiert nicht unterbrechen nur um uns zu unterstützten. Oder wie Chiron sagen würde: er ist Kopfgeldjäger und nicht die Wohlfahrt.“
„ Ja schon, aber ich habe ihnen nicht ausrichten lassen, wer gerettet werden muss. Also vielleicht ziehen sie es ja in Erwägung, dass du in Schwierigkeiten stecken könntest. Dann ist es nicht mehr ganz so unwahrscheinlich dass sie hier auftauchen.“
„ Selbst wenn, wie sollen sie uns denn finden? Oder glaubst du etwa, diese Hinterwäldler wüssten wie man ein Handy ortet?“
„ So habe ich mir den Ausklang unseres Jahrestages eigentlich nicht vorgestellt.“ ließ sie sich seufzend auf einem Heuhaufen nieder.
„ Ach ja, wie war euer Date denn?“
„ Wir sind mit dem Bus gefahren und hatten den Kinosaal dann für uns allein, also es war perfekt.“
„ Und? Hast du mit Popcorn rum geworfen?“
„ Unter anderem, ja!“ lachte sie. „ Der Saal sah hinterher bestimmt so schlimm aus, als wäre er voll gewesen.“
„ Die werden ja fürs Aufräumen bezahlt, also habt ihr ja bloß dafür gesorgt, dass sie was zu tun haben.“
„ JAAAZZZ??? LAUUURAAAA???“ wurde ihr Gespräch dann von der nahenden Rettung unterbrochen.
„ Wir sind hier!!“ brüllten sie um die Wette. „ Hier unten!“
„ Hier ich habe sie gefunden!!“ stand Lucca, Pury Luca zum besseren auseinanderhalten hier Lucca geschrieben, plötzlich oben am Gitter. „ Wir holen euch da raus.“
„ Was macht ihr denn da unten?“ zog Kian fragend eine Augenbraue hoch. „ Ist das ein neues Hobby oder so?“
„ Erzähle keinen Quatsch und hole uns hier raus, du Idiot!“ keifte Laura.
„ Die haben das Gitter mit dem Boden verschweißt!“ zerrte die Dame erfolglos am Gitter rum.
„ Lass mich das machen.“ befahl Akira. „ Stellt euch an die Wände.“
„ Ok.“ drückten die Autorinnen ihre Rücken an der Wand platt.
„ Vorsicht da unten, ich zerschneide nun die Gitter.“ und so konnten die Damen von den Brüdern heraus getragen werden.
„ Was ist hier überhaupt passiert und wo ist Jay? Mario meinte, er wäre mit euch los gezogen, um irgendwen zu retten?“ wollte die Schauspielerin auch gleich wissen, als Jala in Sicherheit war.
„ Ja, das wollten wir doch dann...“ berichteten sie von Lance's Entführung und dem Grund ihres Aufenthaltes in dem Loch.
„ Lance ist entführt worden und Jay jetzt auch???“ riss sie schockiert die Augen auf. „ Warum stehen wir dann noch hier rum??? Wir müssen sie finden und das SOFORT!!“
„ Ob die den Lieferwagen wieder benutzt haben? Dann können wir sie aufspüren. Wenn nicht, dann weiß ich es auch nicht.“ verschränkte Laura nachdenklich die Arme vor der Brust. „ Wobei Luca könnte sein Handy noch an haben. Vielleicht sind die anderen beiden bei ihm.“
„ Vielleicht können wir die Route des Lieferwagens verfolgen. Wenn wir wissen, wo er überall für längere Zeit anhielt, dann finden wir auch die Vermissten.“ überlegte die Autorin. „ Ich habe den Laptop mitgenommen, wenn unser Auto also noch da ist, dann können wir gleich schauen ob wir was raus finden können.“
„ Bei euch ist wirklich immer was los.“ bemerkte der Greif.
„ Wo sind Chiron und Ritsu überhaupt?“ wollte Laura von den Brüdern wissen, während sie die Fabrik schnellstmöglich verließen.
„ Noch an der Front. Wir haben beschlossen uns aufzuteilen.“
„ Ja, das wäre für unsere Angelegenheit garantiert auch das Beste.“ dachte die Mangaka nickend darüber nach. „ Doch um das umsetzen zu können, brauchen wir mehr Unterstützung und mit Unterstützung meine ich keine weiteren Thalianer. Es dürfte ohnehin schwierig werden die Doppelgänger zu erklären.“
„ Dem könnten wir umgehen, indem wir unsere Zweibeinergestalt ändern. Wenn wir nicht mehr wie eure Schwachos aussehen, dann gibt es auch keine Probleme, richtig?“
„ Ja, richtig!“ blinzelte Jaz vor sich hin. „ Warum ist mir das nicht eingefallen oder warum habt ihr mich nicht viel früher daran erinnert, dass ihr eure Menschengestalt nach belieben verändern könnt?“
„ Du hast ja nicht gefragt.“ grinste Akira schief auf.

Akt 3. die schwarzen Drachen

„ Ich weiß wer uns bei der Suche unterstützen wird.“ bemerkte Lucca, als sie LoT's Set erstürmten. „ Die schwarzen Drachen!“
„ Wer?“ hakte Laura nach.
„ Die schwarzen Drachen!“ wiederholte sie. „ Sie hatten mal einen cooleren Namen, aber Jack konnte ihn nicht aussprechen, deshalb wandelte er ihn in die schwarzen Drachen um. Im Grunde bedeutet es dasselbe, es klingt nur nicht mehr so cool.“ erklärte sie kurz.
„ Oh! Ist das Jay's und Lance's alte Gang?“ kam Jaz diese Blitzidee.
„ Ja, richtig.“ nickte die Dame. „ Sie werden uns auf jeden Fall dabei helfen sie zu retten.“
„ Dann sollten wir die Pussy Cats auch herbestellen!“ schlug de Co-Autorin vor.
„ Du meinst wohl die Warrior Cats, oder?“ schielte die Autorin ihre Freundin schief von der Seite an. „ Aber ich gebe dir Recht. Ich weiß nicht was uns erwarten wird, also sollten wir auf alles vorbereitet sein.“
„ Und das besser gestern als heute!“ murmelte die Schauspielerin. „ Wir sollten uns aufteilen. Ich gehe zu den schwarzen Drachen, jemand anderes überprüft die Route des Lieferwagens und wiederum ein anderer stattet diesen Cats einen Besuch ab.“
„ Jacki? Bock ein paar Köpfe einzuschlagen?“ grinste die Co-Autorin schief auf. „ Ja, ich meine das ernst! BB und ein BB infizierter Dritter haben es gewagt Luca, Lance und Jay zu entführen! Ja genau! ZU ENTFÜHREN! Gut, wir treffen uns am Set. Beeilt euch.“ legte sie wieder auf. „ Das wäre erledigt. Geh du mit Lucca nach den Drachen schauen, ich kümmere mich in der Zeit um den Wagen. Ach und, macht hin, verstanden?“
„ Das brauchst du mir nicht zu sagen.“ eilten sie weiter in die Parallelwelt. „ Kannst du nicht einfach bei Jack anrufen?“
„ Ich habe seine Nummer nicht.“
„ Wie? Warum das denn nicht?“ staunte sie.
„ Wozu sollte ich die haben? Ich meine, jetzt wünschte ich mir natürlich ich hätte sie, aber normalerweise habe ich nicht viel mit Jack und Justin zu tun. Deshalb brauche ich sie nicht.“
„ Mhm, ja. Aber Mario hat sie bestimmt, oder nicht? Maria führt schließlich auch Buch über uns.“
„ Das könnte sein. Aber er ist nicht mehr hier und seine Nummer habe ich auch nicht.“
„ Wendest du dich denn nicht an ihn, wenn du ein Problem hast?“
„ Warum sollte ich?“ zog sie fragend eine Augenbraue hoch. „ Oder ruft Luca etwa bei Maria an, wenn der ein Problem hat?“
„ Wohl eher nicht.“ lenkte sie ein. „ Erzählst du mir mehr über die schwarzen Drachen? Was machen sie und warum haben Jay und Lance da aufgehört? Sind sie auch im Knast gelandet und dort geläutert worden?“
„ Bist du dir sicher, dass du das wissen willst? Vielleicht wird es dich ja zutiefst schockieren, wenn du die volle Wahrheit über dein Parallel-Ich erfährst.“ hakte sie noch mal nach, während sie in ein Auto stiegen.
„ Ganz sicher nicht, also erzähle schon! Was haben sie sich aufgebaut?“
„ Ein Netzwerk, was sich fast über die gesamte Welt erstreckte. Autoschieber, Waffendealer, Diamantenschmuggler, Schutzgelderpresser und eine der größten und einflussreichsten Organisation die jemals existiert hat. Ach ja und Blender waren sie auch noch. Gerade das perfekte Aussehen und dieser übermenschliche Charme der beiden Anführer sorgte dafür, dass einfach jeder nach ihrer Pfeife tanzte und dass man ihnen selbst den biederen Geschäftsmann abnahm. Verfing man sich erst einmal in ihren Netzen, dann hatte man bereits verloren. Da können garantiert die unzähligen Frauen der gegnerischen Oberhäupter ganze Arien von singen. Erst wickelten sie sie um den Finger, dann setzten sie sie praktisch als Spion ein und sobald sie genug Informationen gesammelt hatten, um die Bande auseinandernehmen zu können, setzten sie dem Ganzen noch die Krone auf und ließen sich vom Oberhaupt in flagrante erwischen. Das war so was wie der letzte Akt, um ihm vollends zu zerstören.“
„ Das ist...“ verzog Jaz ihren Mund. „ … mehr als wir jemals hätten aufbauen können! Ich bin neidisch.“ knirschte sie mit den Zähnen. „ Aber wieso haben sie dieses Leben hinter sich gelassen?“
„ Weil Naiki in Jay's Leben getreten ist.“
„ Naiki, echt jetzt?“ lachte sie.
„ Was gibt es denn da zu lachen?“
„ Ach, nichts. Erzähle ruhig weiter.“
„ Mhm.“ schielte sie sie kurz an, ehe sie sich wieder auf die Straße konzentrierte. „ Jedenfalls hat sie ihm das Herz gebrochen und von da an ging alles Berg ab.“
„ Naiki ihm?“ staunte sie.
„ Ja genau.“ nickte Lucca. „ Jay hat sie wohl in flagrante erwischt.“
„ Oh... dann sind sie also infiltriert worden?“
„ Das war gar nicht möglich. Jay hat vor Naiki nie irgendwelche Belange der Gang besprochen. Man könnte wohl behaupten, dass er Job und Privatleben strikt voneinander getrennt hat. Nichtsdestotrotz war sie dafür verantwortlich, dass er aus allem ausbrechen wollte und Lance, als bester Freund, folgte ihm. Jack und Justin übernahmen dann die Führung, aber sie waren und werden auch niemals in der Lage sein den alten Bossen auch nur ansatzweise das Wasser zu reichen. Deshalb haben Lance und Jay bis heute als einzige aus dem Clan den schwarzen Drachen als Tattoo auf der linken Seite sitzen. Den solltest du dir mal ansehen, das sieht echt geil aus.“ riet sie ihr.
„ Jay hat ein Tattoo? Das wusste ich ja gar nicht.“
„ Ich habe es auch nur durch Zufall gesehen.“
„ Weil du in die Männerumkleidekabine geplatzt bist, oder was?“ griente sie.
„ Nein, so was ist weit unter meinem Niveau. Er hat mir sein Shirt überlassen, nachdem ich in Limonade gebadet habe. Als ich mich dann zu ihm hin drehte, sah ich es, als er sich gerade von mir abwandte.“
„ Warum badest du denn in Limonade?“ zog sie fragend eine Augenbraue hoch.
„ Jack ist in seiner Rolle als rüpelhafter Kotzbrocken voll aufgegangen und empfindet es als unheimlich amüsant Limo Dosen so lange zu schütteln, bis sie beinahe von allein aufplatzen. Ich hatte dann das Vergnügen sie öffnen zu dürfen.“ parkte sie den Wagen vor einem schwarzen Gebäude, was schon fast wie ein kleiner Palast aussah
„ In seiner Rolle als rüpelhafter Kotzbrocken?“
„ Du wirst gleich sehen was ich meine.“ lächelte sie leicht. „ Komm mit.“
„ Wow. Das ist also ihr Hauptquartier?“ blinzelte Jaz erstaunt vor sich hin. Da konnte ihre alte Holzhütte tief im dunklen Wald, die von ihnen als Versteck benutzt wurde, nun wirklich nicht mithalten. „ Das hat ja schon fast was von der Mafia. Toni wäre bestimmt begeistert, wenn er das sehen könnte.“
„ Die schwarzen Drachen arbeiten tatsächlich eng mit Toni' Familie, also unserer Toni, zusammen. Die eine Hand wäscht die andere, so sagt man bei euch doch bestimmt auch, oder nicht?“
„ Ja, sicher.“
Das Gebäude machte nicht nur von außen was her, wie sich dann herausstellte, als sie ohne Probleme an den bulligen Wachen vorbeischlendern konnten. Feinster schwarzer Marmor, sündhaft teure Gemälde, ein Kronleuchter aus reinsten Kristall, einzigartige Statuen, Möbel aus antikem Holz und dann hatte man von hier aus auch noch einen unbezahlbaren Blick auf den Sonnenuntergang, wenn die Sonne dann unterging, was aber jetzt nicht der Fall war.
Die größte Überraschung wartete aber eindeutig in Jack's Büro, was sie dann nach einem kurzen Marsch erreichten. Vor dem Schreibtisch lehnte nämlich nicht der männliche Jackie Verschnitt, sondern ein charmant lächelnder junger Typ im teuren Anzug und auf der Couch in dem Raum chillte nicht sein asozialer Freund, sondern ein ebenso eleganter wie gut aussehender Kerl.
„ Meine Damen, was verschafft mir die Ehre eures Besuches?“
„ J-Jack??“ musste Jaz sogar zwei Mal hinsehen, ehe sie ihn erkannte. „ Was ist mit deinen Gossen-Slang und den Straßenköter Klamotten passiert? Ich hätte dich beinahe nicht erkannt.“
„ Das ist auch Sinn der Sache, Prinzessin. Man soll nicht erkennen wer ich wirklich bin, das wäre nicht gut fürs Geschäft, wenn meine Partner erfahren, dass ich mitten in der Öffentlichkeit stehe. Allerdings konnte ich es mir auch nicht verkneifen, bei dem Projekt 'LoT' mitzumachen. Also musste eine undercover Identität her. Aber genug von mir, was kann ich für euch tun?“
„ Uns helfen ein paar Türen einzutreten!“ erklärte Lucca. „ Lance und Jay sind entführt worden!“
„ W-Was?“ schreckten die Herren auf.
„ Das ist nicht möglich! Noch nie hat es irgendwer geschafft auch nur einen von beiden zu entführen!“
„ Es gibt immer ein erstes Mal.“
„ Wer hat sie? Die Russen? Die Japaner? Oder die Griechen?“
„ BB hat sie und Luca auch.“
„ Wer oder was ist ein BB? Sind sie gefährlich? Bewaffnet bis an die Knochen? Auftragskiller? Steht BB für Bomben Bastler?“
„ Nein, ich glaube nichts von alle dem. Sie sind einfach blöd, fett und hässlich. Aber sie haben es gewagt unsere Leute zu entführen, also quatscht nicht rum und legt los! Wir müssen sie befreien, ehe sie von etwas besprungen werden, wovon sie sich nie wieder erholen können.“ meinte die Autorin. „ Wir müssen in meine Welt.“
„ Gehen wir!“ nickte Jack Justin zu.
Und so trafen sie kurze Zeit später mit Verstärkung im Schlepptau wieder bei Laura und den anderen ein.
„ Fresse polieren!!“ erstürmten Jacki und Chantal zeitgleich das Set.
„ Ich glaube ich habe die drei gefunden!“ erklärte die Co-Autorin. „ Der erste Halt war bei einem Strandhaus, was den Unterlagen zufolge Yesica's Familie gehört, der zweite Halt war bei Ori und der dritte war, du wirst es nicht glauben, bei Isuck!“
„ Isuck? Was hat die denn mit BB zu schaffen?“ staunte Jaz.
„ Keine Ahnung. Aber da hielt der Wagen für längere Zeit an.“
„ Gut, dann nichts wie hin da.“ entschied die Autorin. „ Teilen wir uns auf und polieren, wie Jacki schon so schön sagte, ein paar Fressen.“
„ Ok. Ich bin mir ganz sicher, dass Lance bei Yesica ist. Da gehe ich hin! Wer kommt mit?“
„ Ich gehe Lance retten, du kümmerst dich um Jay.“ wandte sich Jack an Justin.
„ Verstanden.“
„ Isch geh mit Laura und Schnalle mit Jaz.“
„ Gut, dann bleiben noch Ori und Isuck. Aber da kann ich nicht mit Sicherheit sagen, wer bei wem ist.“ murmelte Laura. „ Die waren beide hinter Luca her, also wie passt Jay hier ins Bild?“
„ Gar nicht, eigentlich. Aber Isuck passt da genauso wenig rein. Also vielleicht ist Jay bei ihr?“ überlegte die Schriftstellerin. „ Wobei...“ überlegte die Schriftstellerin nun in eine andere Richtung. „ Wenn die BB beeinflusst hat, dann könnte Jay bei Ori sein und so hätte sie freie Bahn bei Luca.“
„ Sie hätte auch das größere Motiv ausgerechnet unseren Superstar zu kidnappen. Schließlich haben wir ihr Leben zerstört, woran sie aber selbst schuld ist, also schlägt die mit Luca's Entführung gleich zwei Klappen. Sie hat ihren Liebling und wir sind ohne ihn am Ende.“
„ Das klingt wirklich einleuchtender.“ stimmte Jaz zu. „ Also werde ich Isuck aufsuchen.“
„ Ich werde mitkommen.“ erklärte Akira.
„ Dann gehe ich zu dieser Ori.“ meinte Lucca.
„ Ich gehe mit dir.“ teilte Kian mit.
„ Dann wäre das ja geklärt und wir können gleich loslegen.“ verkündete Laura. „ Passt auf euch auf und seid auf alles gefasst. BB ist Isuck infiziert, keine Ahnung was die noch so für Fallen aufgestellt haben.“
„ Du solltest ganz besonders auf dich aufpassen. Nicht auszudenken was passieren würde, wenn dich Shino in die Finger bekommt.“ griente Jaz.
„ IHHH hör auf! Der soll bloß bleiben wo der Pfeffer wächst!!“
„ Ihr könnt euch weiter gegenseitig aufziehen, wenn wir die anderen befreit haben.“ mischte sich Jack ein. „ Jetzt sollten wir uns endlich auf den Weg machen.“
„ Wir sind ja schon dabei.“ eilte die Gruppe schließlich zum Parkplatz hin, wo sie in getrennte Wagen stiegen und mit quietschenden Reifen davon fuhren.

Akt 4. Dx's Yesica

Als sie Lance in den Lieferwagen warfen, mussten sie ihn ebenfalls betäuben, andernfalls hätten sie den Stier niemals gebändigt bekommen und ihn bereits wieder verloren, ehe er in seinem neuen Zuhause eintraf. Neues Zuhause jedenfalls, wenn es nach Yesica ging.
„ Und wo bin ich jetzt gelandet? Im Plüsch-Wunderland, oder was?“ sah er sich grummelnd um. „ Hatten die in ihrem Kerker keinen Platz mehr und deshalb muss ich nun in Prinzessin's Gemach hausen?“
Vor nicht all zu langer Zeit dominierte Yami dieses Zimmer noch. Die Wände waren gepflastert mit seinen Postern, in jeder Ecke stand eine lebensgroße Pappfigur, auf dem Bett hockten unzählige Chi-Puppen, am Spiegel hingen zahlreiche heimlich aufgenommene Fotografien, ja selbst ein großes Fan-Kissen besaß sie von ihm. Nun aber, war alles verschwunden. Die Wände zeigten wieder die Tapete mit Prinzessinnen Aufdruck, das Bett wurde von Plüsch-Monstern in Beschlag genommen und Yami's Fotos wichen Lance seinen.
„ Dieser Tag wird nicht als der Beste aller Zeiten eingehen, so viel steht schon mal fest.“ setzte er sich an den Rand des Bettens. „ Gekidnappt und in ein Kinderzimmer gesperrt, wie erniedrigend.“ verzog er seinen Mund. „ Und gleichzeitig so diabolisch.“ grinste er schief auf. „ Ich bin gespannt wer für diese Farce verantwortlich ist.“
Und dann kam Yesica. Fan-Girl wie es leibt und lebte, nur dieses Mal war nicht Yami auf ihr Shirt gedruckt, sondern Lance.
„ Du bist endlich aufgewacht.“ stand Yesica strahlend in der Tür.
„ Genau.“ musterte er sie kurz. „ Und du bist Daddy's kleiner Liebling, der in diesem...“ suchte er nach dem richtigen Ausdruck. „ ... Reich wohnt? Tut mir leid, dass ich hier gezwungenermaßen eingedrungen bin. Du kannst deinem Vater berichten, dass ich wach bin und ihn sehen will.“
„ Du willst meinen Vater kennenlernen???“ strahlte sie umso mehr. „ Jetzt schon???“
„ Ja...?“ zog er irritiert eine Augenbraue hoch. „ Er hat mich doch hier eingesperrt, also will ich natürlich auch wissen warum?“
„ Oh, mein Daddy hat damit nichts zu tun!“ hüpfte sie leichtfüßig zu ihrer pinken Stereoanlage hin und legte eine schnulzige Schlagerplatte auf.
„ Hat er nicht?“ verzog er nun erst recht den Mund, als ihn die Musik bestrahlte. „ Wir können uns viel besser unterhalten, wenn die Musik aus ist, findest du nicht?“ ging er zu ihr hin und schaltete sie einfach aus. „ Wenn dein Vater nicht hinter meiner Entführung steckt, dann war es deine diabolische Mutter?“
„ Nö?“ schüttelte sie den Kopf, während sie ihn regelrecht anhimmelte.
„ Diabolische Bruder?“
„ Auch nicht! ICH war das!“
„ W-WAS???“ wich er entsetzt zurück. „ DU?? Das ist nicht möglich.“
„ Doch.“
„ Das... darf auf keinen Fall irgendjemand jemals erfahren...“
„ Dann bleibt das also unser Geheimnis!“ strahlte sie. „ Wir haben bereits ein gemeinsames Geheimnis UND du willst meinen Vater kennenlernen, wir werden wirklich FÜR IMMER zusammen sein!!“
„ Warte was erzählst du da von ewig zusammen sein?“ sah er sie fragend an. „ Wie kommst du darauf, dass das bei uns so sein wird? Wir kennen uns nicht mal und ich bin auch nicht der Typ, der bei einer bleiben kann. Ich brauche meine Freiheiten. Die du mir gerade eindeutig gestohlen hast.“
„ Ja, aber das geschah nur zu deinem Besten!“ behauptete sie. „ Ich konnte doch nicht zulassen, dass du deine eigene Hochzeit verpasst.“
„ Meine was?“ starrte er sie mit großen Augen an.
„ Deine Hochzeit!“ wiederholte sie. „ Und ich bin natürlich deine Braut.“ kicherte sie wie ein irres Huhn rum. „ Ich habe sogar schon den perfekten Anzug für dich anfertigen lassen. Schau hier!“ riss sie die Schranktür auf.
Zum Vorschein kam dann ein lächerlich aussehender Aufzug eines Prinzen, der spöttischer weise von einem überdimensional großen Ken getragen wurde.
„ Das soll dein Bräutigam wirklich tragen?“
„ Ja und ich werde das perfekt dazu passende Brautkleid tragen. Ich würde es dir ja gerne zeigen, doch das bringt Unglück, mein Schatz!“
„ Warst du nicht hinter Yami her? Also was willst du mit mir?“
„ Pfff, Yami!“ pustete sie drauf los. „ Was soll ich mit diesem Schreckschrauben-Stecher anfangen können, wenn ich doch jemanden wie dich haben kann!?“ grinste sie ihn breit an. „ Außerdem sehe ich es gar nicht ein, dass dieser Nichtsnutz immer die geilen Kerle abbekommt!! Ich meine, was hat DIE was ich nicht habe?? Ich sehe viel besser aus, bin fleißig und schwimme im Geld! Ich bin nicht kaufsüchtig und garantiert nicht so hinterhältig wie diese Schlange.“ maulte sie drauf los.
„ Wenn es dir nur darum geht, ich habe nichts mit Laura am Laufen.“
„ Ich weiß! Schließlich liebst du nur mich!“
„ Nein, auch nicht!“
„ Du bist dir dessen bloß noch nicht im klaren.“ behauptete sie, ehe sie ihn, für sie verführerisch doch für ihn einfach nur bescheuert, anlächelte. „ Aber wenn du mich erst mal gekostet hast, dann willst du nie wieder etwas anderes essen, das verspreche ich dir.“
„ Danke, aber nein danke!“ wehrte er ab. „ Ich bin nicht der richtige für dich, glaub mir.“
„ Doch du bist der Richtige! Das habe ich gleich erkannt, als ich es sah.“
„ Als du was sahst?“
„ Dein Lächeln!!“ gackerte sie drauf los. „ Erinnerst du dich denn nicht mehr?? Es war vor nicht all zu langer Zeit im Einkaufszentrum! Ich bin Laura gefolgt, weil ich Beweisfotos schießen wollte, dass sie Yami betrügt und wenn ich ihm diese gezeigt hätte, dann hätte er in meinen Armen Trost gefunden!!!“ ballte sie ihre Hand energisch zu einer Faust. „ Aber, ich will vor dir nicht von meinem Ex-Schwarm reden.“ hüstelte sie. „ Jedenfalls befand ich mich gerade in dem Gang mit den Plüschtieren und hatte von dort aus den perfekten Blick auf ihr intrigantes Spiel, als du plötzlich vor mir standest! Perfekt wie ich nun mal bin, habe ich natürlich gleich eine andere Rolle gespielt und so getan, an würde ich mir die Kuscheltiere ansehen und dann hast du mir Mr. Teddy gereicht!“ rieb sie ihm das Stofftier unter die Nase. „ Und mich dabei soooo unfassbar süß angelächelt, dass mir schlagartig klar wurde, dass sie Yami behalten kann, denn ich will DICH!“
„ Daran erinnere ich mich gar nicht...“ dachte er darüber nach.
„ Das macht nichts! Ich erinnere mich für uns beide daran! Aber kannst du es jetzt sehen?“ griff sie seine Hände. „ Das Licht, was uns miteinander verbindet?“
„ Sorry, aber ich glaube da verstehst du etwas vollkommen falsch.“
„ Nein, ich verstehe alles genau richtig. Wir sind füreinander bestimmt! Da gibt es überhaupt keinen Zweifel dran.“
„ So was gibt es nur in Märchen.“ atmete er schwer aus. „ Außerdem was ist denn das für ein Start, wenn du deinen Verlobten entführen musst?“
„ Oh das, das tut mir leid. Aber heißt es nicht auch, dass man manchmal wen zu seinem Glück zwingen muss und genau das musste ich bei dir tun!“ rechtfertigte sie sich. „ Ohne mein beherztes Eingreifen wärst du niemals aus den Fängen dieser Schrulle entkommen und hättest mich, deine Prinzessin, niemals gefunden! Also bitte schön, gern geschehen.“
„ Ich fühle mich zwar echt geehrt, aber du hast wirklich etwas besseres als mich verdient.“
„ Aber es gibt nichts besseres als dich. DU bist mein absoluter Traumprinz!“
„ Ich bin kein Prinz, eher ein schwarzer Hexer.“
„ Ich stehe voll auf dunkle Zauberei!“ funkelte sie ihn begeistert an.
„ Tja, ich kann gar nicht zaubern.“
„ Mach dir nicht draus, ich auch nicht!“ schob sie ihren Kadaver näher an ihn heran. „ Und noch eine Gemeinsamkeit! Wie irre.“
„ Ja, aus uns kann aber trotzdem nichts werden. Ich stehe nämlich auf Männer! Ja, sorry, ich stehe voll auf Männer!“
„ Ich auch!!! Ha, noch eine Gemeinsamkeit!!“
„ Du bist total irre...“
„ Ja, so muss es für dich rüber kommen, aber keine Sorge, ich bin total normal.“ behauptete sie. „ Verrätst du mir noch deinen Namen, ehe du mich zur Frau machst?“ grinste sie ihn an. „ Du hast bestimmt einen Ultra geilen Namen, wie Joe, Pascal oder Fabian.“
„ Uhum, ich heiße Gustav!“
„ Wow noch eine Fügung des Schicksals! Genauso hieß mein erster Hamster!“ strahlte sie. „ Und nun genug geredet, mein verflucht gutaussehender Bräutigam! Lieb mich so lange bis der Mond aufgeht!“
Als sie ihn dann auch noch anspringen wollte, verpasste er ihr schockiert einen gezielten Nackenschlag, woraufhin sie das Bewusstsein verlor und er sie schnurstracks aufs Bett werfen konnte.
„ Du bist nicht nur irre, du bist total geisteskrank!“ keuchte er. „ Und nun nichts wie weg hier!“
„ Ich stehe voll darauf, wenn du mich aufs Bett wirfst...“ murmelte sie im Schlaf.
Die Tür zu ihrem Zimmer hatte sie ja offen stehen lassen, also konnte er einfach so hinaus stürmen. Doch kaum hatte er den Flur erreicht, da stand auch schon der Sponsor vor ihm.
„ Oh, du musst Yesica's Freund sein! Wie schön dich endlich kennenzulernen.“
„ Ich habe leider keine Zeit mehr!“
„ Ja, sicher. Als Teil des LoT Teams bist du natürlich sehr beschäftigt. Umso mehr freut es mich, dass du die wenige Freizeit, die dir bleibt, mit meiner Kleinen verbringst.“ nickte er. „ Ich bin wirklich froh darüber, dass sie dich gefunden hat. Jetzt sieht sie nämlich endlich ein, dass sie für diese Fan-Girl Geschichte einfach schon zu alt ist.“ lachte er. „ Du solltest mal die Kisten sehen die bei uns im Keller stehen. Die sind Rand gefüllt mit Chiron's Fanartikel. Das grenzte schon fast an Besessenheit! Nicht auszudenken wo das hätte enden können.“
„ Sehr schön, aber ich muss jetzt wirklich los.“
„ Ich will dich auch gar nicht weiter aufhalten. Aber gib mir noch 10 Sekunden, ja? Ich habe da noch ein Muster von Kindergeschirr, was ich Jaz und Laura noch zukommen lassen wollte. Sei so nett und nimm es mit, ja?“
„ Ok, aber bitte schnell.“
„ Danke. Ich hole es fix.“ ging er in ein Zimmer und kam dann mit den besagten Muster zurück. „ Beim nächsten Treffen müssen wir uns aber unbedingt von Mann zu Mann unterhalten. Du besitzt jetzt schließlich meinen wertvollsten Besitz und damit meine ich natürlich nicht die Muster.“
„ Klar, verstanden.“
„ Gut, dann bringe ich dich jetzt zur Tür.“
„ Danke.“ das 'wurde auch zeit' schluckte er jedoch runter.
Zeitgleich kam Laura mit ihrer Gruppe mit quietschenden Reifen angebrettert und legte vor dem Gebäude eine Vollbremsung hin. Sie hatten sich wirklich auf das schlimmste gefasst gemacht und stürmten bis auf die Zähne bewaffnet, aus dem Auto raus. Allerdings kam es gar nicht so weit, dass sie irgendwen umnieten konnten, so sehr sie es sich auch wünschten, denn Lance kam ihnen bereits entgegen gelaufen, ehe sie das Grundstück überhaupt richtig betreten konnten.
„ Lance!“ atmete Laura erleichtert aus. „ Geht es dir gut? Hat dir diese Schrulle irgendwas angetan?“ musterte sie ihn von oben bis unten.
„ Mir geht es gut, keine Sorge. Aber lasst uns von hier abhauen.“ sah er verblüfft zu Jack hin. „ Was machst du denn hier?“
„ Ach das weißt du ja noch gar nicht! Ich kläre dich auf, sobald wir von hier verschwunden sind.“ entschloss die Co-Autorin. „ Was hast du da überhaupt?“
„ Irgendwelche Muster von irgendeinem Geschirr. Das soll ich euch von dem Vater der Irren geben.“
„ Die ist wirklich irre.“ stiegen sie alle ein und fuhren davon.
„ Schade, ich hätte ja gedacht, wir könnten dich da raus boxen.“ bemerkte Jack.
„ Glaub mir, dieses Irrenhaus willst du nicht betreten.“
„ Das will keiner!“ nickte die Mangaka. „ Also, was du nicht mitbekommen hast. Als wir kamen um dich zu retten, wurden wir in einen Hinterhalt gelockt. Jay und Luca waren bei uns und jetzt sind sie es nicht mehr.“
„ Jay wurde auch entführt?“ staunte er. „ Ich fasse es nicht! So viele haben sich an uns die Zähne ausgebissen und dann kommen diese Dauergäste des Kasperle Theaters und schnappen uns auf solch plumpe Weise weg!“
„ Doch sie wissen nicht, mit wem sie sich angelegt haben!“ legte Laura einen ernsten Blick auf. „ Na gut, im Grunde wissen sie es schon, aber sie haben keinen blassen Schimmer davon, was wir alles anrichten können!“
„ Wir sollten die anderen dabei unterstützen Jay und Luca zu befreien und am besten schließen wir uns der Gruppe an, die es am schwierigsten haben wird.“ schlug Lance vor.
„ Wir werden uns diese Isuck vorknöpfen! Jedenfalls hoffe ich, dass uns Jaz noch was übrig lassen wird.“ grummelte sie. „ Wie ist Yesica überhaupt auf dich gekommen?“
„ Sie hat uns wohl mal bestalkt als wir gemeinsam im Einkaufszentrum waren. Scheinbar ging sie davon aus, dass wir was miteinander am Laufen haben.“ grinste er schief auf. „ Und dann habe ich der wohl ein Stofftier gereicht, oder so.“
„ Ach ja, ich erinnere mich.“
„ Wirklich?“ sah er sie erstaunt an.
„ Klar.“ nickte sie. „ Mir war die Alte gleich aufgefallen, als sie uns verfolgte. Also bist du zu ihr hin, um sie abzulenken, damit ich heimlich verschwinden konnte.“
„ Echt? Daran kann ich mich auch nicht erinnern.“
„ Oh Gott, dann Gedächtnis ist ja noch viel löchriger als meins.“
„ Ich neige eben dazu unwichtige Begegnungen oder Dinge gleich wieder zu vergessen.“ schmunzelte er.
„ Ja, ganz offensichtlich.“
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Re: umgedreht wird ein Schuh draus oder auch:

Beitrag von Alexia am Mi 22 Aug - 22:16

Akt 5. Dx's Ori

„ Oh was mache ich denn jetzt?“ lief Ori aufgeregt durch ihr Wohnzimmer. „ Da liegt ein Mann in meinem Bett! Ein waschechter MANN!!“ hüpfte sie von einem Bein auf das andere. „ Und was mache ich nun???“ riss sie völlig entsetzt die Augen auf. „ Ob es im Internet eine Gebrauchsanweisung gibt? Oder sollte ich Shino anrufen?“ überlegte sie hin und her. „ Nein! Für ihn bleibe ich die geile Verführerin!“ schnaufte sie. „ Jetzt werde ich meinen Helden erst einmal wach küssen!! JAA!!“ trampelte sie ins Schlafzimmer.
Das Froschgesicht hatte sich gerade über ihren schlafenden Prinzen gebeugt und die fetten feuchten Rettungsringe, die sie liebevoll als Lippen bezeichnet, gespitzt, da öffnete Jay noch schlaftrunken die Augen und bekam gleich den Schock seines Lebens verpasst.
„ WAS ZUR HÖLLE???“ riss er schockiert die Augen auf und rollte sich im gleichen Atemzug aus der Gefahrenzone raus, ehe er mit Schwung vom Bett aufstand. „ Wo bin ich hier und wo sind Jaz und die anderen?“
„ Du brauchst Jaz und die anderen nicht mehr, denn jetzt hast du mich!“ funkelte sie ihn verliebt an. „ Ich bin alles was du dir jemals gewünscht hast! Dein ganz persönlicher Kummerkasten, die sexy Hexe im Bett, deine beste Freundin, deine Köchin und Putzfrau.“
„ Danke, aber das alles brauche ich nicht!“ erwiderte er. „ Ich kann sehr wohl für mich selbst sorgen und einen besten Freund habe ich schon seit frühster Kindheit.“
„ Ja, aber liest dir dein sogenannter bester Freund auch sämtliche Wünsche von den Augen ab oder kann er sich so perfekt in Pose werfen, wie ich es kann?“ warf sie ihr Haar nach hinten und ihren Körper auf das Bett, woraufhin ein lautes Ächzen zu hören war, dicht gefolgt von einem Knarr und schließlich brach es unter der Last der Wuchtbrumme mal wieder zusammen. „ Siehst du!“ kratzte sie schnurrend über die Matratze. „ Nicht mal das Bett hält meiner Leidenschaft stand.“
„ Das könnte ich auch nicht...“ verzog er seinen Mund, während vor seinem inneren Auge eine wahre Horrorvorstellung ablief, in der sie sich so euphorisch auf ihn drauf warf. „ Ouch..“
„ Du hast bestimmt Hunger, nicht wahr? Doch gedulde dich noch ein bisschen, mein wilder Hengst. Ich könnte jetzt ein halbes Schwein auf Toast verdrücken.“ strich sie sich mit ihrer Wurst-Zunge über die Rettungsringe. „ Aber danach darfst du mich zum Nachtisch vernaschen.“
„ Sorry aber ich glaube nicht, dass sich da was regen wird, wenn du mir die Luft abschnürst und mir zudem noch sämtliche Knochen brichst.“ setzte er eine entgeisterte Miene auf.
„ Dann musst du eben oben liegen! Alles geht, wenn man nur will! Und ich will dich so was von stark, dass ich mir am liebsten sofort die Kleider vom Leib reißen würde!“
„ Bitte nicht.“
„ Isuck hatte vollkommen Recht! WIR müssen die Initiative ergreifen, um euch auf uns aufmerksam zu machen und euch aus den Fängen der LoT-Sekte zu befreien! Ihr wurdet einer Gehirnwäsche unterzogen, deshalb kannst du die Wahrheit nicht sehen! Doch keine Sorge, ich werde dich von ihrem Bann befreien und dann wirst auch du einsehen, dass ICH alles bin, was du zu deinem Glück brauchst. Ich kann es schon sehen! Die glückliche Zeit, die wir miteinander verbringen werden!“ rollte sie sich auf den Rücken und starrte mit verträumten Blicken zur Decke auf, während sie ihre Hand hob und andeutete, wie sie nach der glücklichen Zeit griff. „ Wir beide, vereint bis in alle Ewigkeit! Ich werde nirgends vor dir sicher sein und mit Freuden alles dafür tun, damit du voll auf deine Kosten kommst. Unzählige Kinderhändchen werden an unserem Rockzipfel hängen, während wir glücklich dem Sonnenuntergang entgegen hüpfen.“
„ Tut mir leid, aber Kinder passen so gar nicht in meine Lebensplanung!“
„ Umso besser! Dann bliebt mehr Zeit für mich!!!“ unterbrach sie ihn strahlend.
„ Nein, denn DU passt da auch nicht rein!“
„ Das sagst du nur, weil dein Blick vernebelt ist. Aber keine Sorge, Schatz. Ich nehme dir das nicht übel.“
„ Sorry wenn ich das sagen muss, doch du hast echt nicht mehr alle Tassen im Schrank.“ verschränkte er die Arme vor der Brust. „ Wer gibt dir das Recht einfach hinzugehen und irgendwelche Leute zu entführen?? Und wie kommst du bitte darauf, dass ich jemanden wie dich haben wollen würde?“
„ Ich musste das tun! Schließlich war mein Liebling bei dieser Sekte in Gefahr! LoT macht nach außen hin zwar einen auf weltweit beliebte Serie, doch in Wirklichkeit sind es Lebenszerstörer!! Sie rauben Menschen ihre Existenzen, ihr Heim, ja selbst ihre Selbstachtung! Nach außen hin, ja, da könnten sie kein Wässerchen trüben, doch ich weiß es besser!! Das sind hinterhältige Schlangen, die sich einfach nehmen, wonach es ihnen verlangt, ganz gleich was ihre Taten für ein Chaos anrichten! So etwas darf in unserer schönen Welt nicht existieren!!! Sie müssen gestoppt werden.“
„ Was du da erzählst ist völliger Bullshit!“
„ Ach ja?“ erhob sie sich und richtete erst einmal ihre Masse, an der ein bisschen Stoff klebte. „ Erzähle das doch mal den armen glatzköpfigen Jungfern, die nun in irgendeiner stinkenden Gosse hausen müssen. Oder die Agenten, die so von ihnen gedemütigt wurden, dass sie sogar deshalb in der Klapse saßen! Oder Isuck! Isuck wollte ihnen nur einen KUCHEN vorbeibringen und sie haben so übel mit ihr mitgespielt, dass sie Job, Haus und Verlobten verlor!“ ließ sie ihre Hände in ihrer Hüfte verschwinden, während sie ihn mit einem 'ich weiß es besser'- Blick musterte. „ Und? Glaubst du immer noch, dass LoT gut für dich wäre? Wer weiß, was du schon alles verloren hast!?“
„ Ich habe gar nichts verloren, aber dafür sehr viel gewonnen und nun will ich endlich von dir wissen, WAS du mit Jaz und den anderen gemacht hast?“
„ Gar nichts. Wir haben sie in der Fabrik zurück gelassen. Aber wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätten wir sie in den Schweinestall geworfen! Da gehören sie nämlich hin!“ nickte sie ihre Aussage schnaufend ab. „ So! Aber nun muss ich mir dringend was zu essen machen! Man soll ja keinen Sport auf leeren Magen machen.“ brachte sie das Haus durch ihr euphorisches rum Gehopse zum beben. „ Und die Wahrheit könnte sich dir jeder Zeit offenbaren!“ sah sie mit Schrecken auf ihre Uhr. „ Oh mein Gott!! So spät schon?? Das Zeug könnte bald anfangen zu wirken!! Den Moment darf ich auf keinen Fall verpassen!“
„ Welches Zeug?“ schrillten sämtliche Alarmglocken auf.
„ Na das was ich dir verabreicht habe!“ gackerte sie wie ne Wahnsinnige rum. „ Das musste ich doch tun, um ihren Zauber zu neutralisieren.“
„ Du hast WAS getan???“ blitzte tatsächlich so was wie Mordlust in seinen Augen auf.
„ Dir ein Mittelchen verabreicht, was ihren Zauber neutralisieren wird, das sagte ich doch schon.“ wackelte sie aufgeregt auf und ab. „ Und wenn es erst einmal wirkt, werden wir so unfassbar viel Spaß miteinander haben, dass du einfach einsehen musst, dass du nur MICH willst! OOOHHH ich kann es kaum erwarten!!“ wackelte sie noch aufgeregter auf und ab, wodurch das gesamte Gebäude zu beben begann. „ Doch nun muss ich mich stärken gehen, damit ich dem wilden Stier überhaupt standhalten kann! Das wird der absolute Oberhammer!!!“ raste sie mit wedelnden Armen davon.
„ Es wird höchstens der absolute Oberhammer, wenn das Gebäude über dir zusammen bricht.“ blieb Jay knurrend zurück. „ Die hat doch echt nicht mehr alle Latten am Zaun.“
Doch mit einem hatte sie Recht: Sie hatte ihm wirklich irgendwas verabreicht und dieses Mittelchen begann langsam zu wirken. Aber selbst wenn sein Innerstes gekocht, ihm die Haut abgezogen oder seine Haare abbrennen würden, mit Ori stieg er garantiert nicht in die Kiste! Eher ging die Welt elendig zugrunde oder er wurde schwul. Nichtsdestotrotz legte das Zeug seinen Körper langsam aber sicher lahm, so dass er nicht einmal mehr aus dem Fenster türmen konnte. Der Raum befand sich unterm Dach, also einfach raus hüpfen war hier nicht und für den Hindernislauf, benachbarte Fensterbank Garagendach Mülltonnen, fehlte ihm ganz eindeutig die Kraft. Also was tun? Sie mit einem Lattenrost niederschlagen? Ja, genau so lautete sein Plan. Doch meistens kam es ja eh anders als gedacht, in diesem Falle klingelte wer an der Tür.
„ Ja bitte?“ lehnte Ori ihr Ohr gegen die Tür. „ Wer ist da?“
„ Die bestellten Stripper!“
„ Oh! Stripper??“ strahlte sie auf. „ Seht ihr gut aus?? Seid ihr auch knackig und muskulös??“
„ Mach doch die Tür und überzeuge dich selbst davon.“
„ Wie viel zieht ihr aus?“
„ Alles, wenn du das wünschst.“
„ WWIIIRRKKKLLIICHHHH???“ kreischte sie und riss dann die Tür auf, woraufhin sie die Bekanntschaft mit einem stumpfen Gegenstand schloss, die sie augenblicklich ins Reich der Träume schickte.
„ Igitt!! Was ist das denn?“ starrte Justin mit einem angewiderten Gesichtsausdruck auf sie herab.
„ Das ist Ori.“ bemerkte Kian.
„ Wer oder was ist ein Ori? Werden Walross artige Mutanten in dieser Welt so bezeichnet?“ stieß er sie mit dem Fuß an. „ Ist das überhaupt noch ein Mensch?“
„ JAY??“ raste Lucca an ihnen vorbei. „ JAYY??“ riss sie sämtliche Türe auf, bis sie ihn schließlich neben dem Bett hockend entdeckte. „ Jay!! Was ist los?“ ließ sie sich neben ihm nieder. „ Bist du verletzt? Hat sie sich etwa auf dich drauf gesetzt und dir damit die Beinknochen zermalmt??“ riss sie schockiert die Augen auf.
„ Es ist alles in Ordnung...“ murmelte er.
„ Uhum, weil du ja auch so aussiehst.“ seufzte sie. „ Kannst du aufstehen? Wenn nicht, dann stütze ich dich.“ lehnte sie sich seinen Arm um die Schulter. „ Wir sollten von hier verschwinden, ehe das Schlachtschiff wieder aufwacht.“ half sie ihm auf die Beine.
„ Was ist mit Jaz und Laura?“
„ Denen geht es gut, keine Sorge. Wir haben sie aus dem Loch herausgefischt und nun sind sie dabei Lance und Luca zu befreien. Oder vermutlich haben sie das schon längst getan.“
„ Wie schade. Ich hatte ja gehofft, dass ich ein paar Schwachmaten vermöbeln darf.“ schlenderte Justin ins Zimmer. „ Aber hier ist nichts, außer dieses fette Etwas da draußen und das will ich nicht anfassen.“ verzog er seinen Mund. „ Die funktioniert bestimmt wie ein schwarzes Loch, sobald du ihr zu nah kommst, saugt sie dich mit Haut und Harren ein.“
„ Kannst du bitte weniger ekelhaft sein? Danke!“ sah Lucca verstimmt zu ihm hin.
„ Was kann ich denn dafür wenn die Wahrheit so ekelhaft ist?“
„ Ja, schon klar. Lasst uns gehen. Ich will nicht mehr hier sein, wenn das schwarze Loch erwacht.“
„ Das will ich auch nicht.“ nickte Jay. „ Verschwinden wir von hier, bevor das Zeug richtig anfängt zu wirken.“
„ Was für ein Zeug?“ hakte Lucca nach. „ Sag bloß die Schrulle hat dir irgendwas verabreicht um dich gefügig zu machen??“
„ So sieht es aus.“
„ Dieses Miststück.“ schnaufte sie auf.
„ Dann sollten wir uns erst recht beeilen, ehe wir dich hier raus tragen müssen.“ verließen sie schnellstmöglich das Haus.
„ Fahrt ihr zurück zum Set, ich werde nach Jaz sehen. Ich habe ein ganz ungutes Gefühl bei der Sache.“ meinte Kian vor der Tür zu den anderen.
„ Wie meinst du das?“ bat Jay um mehr Informationen.
„ Ich befürchte das eure Entführung nur ein Ablenkungsmanöver war, damit wir uns aufteilen. Der wahre Strippenzieher ist diejenige, die Luca entführt hat und das tat sie bestimmt nicht, um in aller Seelenruhe über ihn herfallen zu können.“
„ Isuck. Ori hat erzählt, dass LoT ihr Leben zerstört haben soll, es würde also Sinn machen, dass sie nun auch LoT zerstören will. Luca ist also bloß so was wie ein Lockvogel und wir sollten Verwirrung stiften, damit niemand ihren wahren Plan erkennt. Aber das bedeutet auch, dass die wahre Gefahr bei ihr lauert!“
„ Ach? Dann sind da also die ganzen Schwachmaten die ich umkloppen wollte!“
„ Ihr müsst da sofort hin! Wenn sie so viel in die Wege leitet um die Autorinnen da hin zu locken, dann tut sie das nicht, um sich eine Entschuldigung abzuholen! Sie sind in großer Gefahr! Wenn nicht sogar in Lebensgefahr.“ vermutete der Autor.
„ Wir sind nur mit einem Auto hier und du wirst kaum bis zum Studio laufen können.“ betrachtete Lucca den Herrn besorgt.
„ Benutzt ihr das Auto. Ich bin darauf nicht angewiesen.“ kaum ausgesprochen da nahm er auch schon seine beeindruckende und zeitgleich majestätische Hippo Gestalt an und verschwand durch ein dunkles Portal.
„ Manchmal vergesse ich, dass er bloß eine Fantasiefigur ist.“ gab sie von sich.
„ Das sind wir aber nicht, also los. Steigt ein.“ öffnete Justin die Hintertür vom Wagen. „ Ich werde uns von hier weg bringen.“
„ Da habe ich nichts gegen einzuwenden.“ stiegen sie in das Auto und fuhren schließlich davon.

Akt 6. Dx's Isuck

Isuck's Haus konnte man nun wirklich nicht als Zuhause bezeichnen, es glich eher einem dunklen Kellerloch und das war für sie auch so gewollt. Möbel, Tapeten oder Bodenbelag suchte man hier vergebens, was man fand waren angebohrte Wasserleitungen, damit man auch ja das Geräusch von tropfendem Wasser vernahm, Licht mit Wackelkontakt, Fackel an den Wänden und ein paar Ketten, die von der Decke herab hingen und mit denen Luca gefesselt wurde. Die Besitzerin des Hauses befand sich ebenfalls mit in dem Raum und spielte eine Aktion andeutende Melodie auf ihrer Geige.
„ So, du bist also endlich aufgewacht? Pünktlich zum großen Finale.“ trat sie von dem Schatten ins Licht.
„ Und was bist du für eine irre Tante?“ blinzelte er sie murmelnd an.
Eigentlich war es kein Wunder, dass er sie nicht auf Anhieb erkannte, auch wenn er an für sich über ein gutes Gesichtergedächtnis verfügte. Damals als sie im Studio eindrang und sich als offizieller Vertreter der Firma XY präsentierte, hatte er sie bloß aus der Ferne betrachten müssen und der einzige Moment, als sie plötzlich vor ihm stand, wurde gleich von Brutus unterbrochen.
„ Wie kannst du es wagen MICH als irre Tante zu bezeichnen, nach alles was ihr mir angetan habt??“ kochte die Wut in ihrem Blick auf. „ Was aus mir geworden ist habt ihr ganz allein zu verantworten und heute werdet ihr endlich dafür bezahlen!!“ untermauerte sie ihr düsteres Lachen indem sie auf ihrer Geige spielte. „ Die Rache wird mein sein!“
„ Ok und kommt jetzt der Moment, in dem du mich daran erinnerst wer du bist und mir erzählst was nach unserer einzigen Begegnung mit dir geschah? Ich möchte diese Irrenanstalt gerne heute noch verlassen.“
„ Oh, das wirst du. Aber anders als du dir das wünschst.“ trat sie an ihn heran und strich mit ihrem Geigenbogen über seinen Oberkörper. „ Damals wollte ich nichts mehr als DICH kennenzulernen. Du warst für mich das einzig gute an LoT, doch heute weiß ich, dass du genauso zu dem Abschaum dieser Nation zählst wie deine schäbigen Chefinnen!“ gab sie erbost von sich. „ Doch wer weiß? Wenn meine Rachegelüste erst einmal befriedigt sind, vielleicht finde ich ja dann doch noch gefallen an dir und du musst nicht im Leichensack hier raus getragen werden.“ flüsterte sie ihm grinsend ins Ohr, während sie sich leicht an ihn rieb.
„ Es gibt viele die mich kennenlernen wollen, also los! Wer bist du?“
„ Mein Name ist Isuck!“
„ Wer?“
„ ISUCK!!“
„ Oh, ach die und was willst du?“
„ Rache! Das habe ich doch gerade gesagt.“ wandte sie sich von ihm ab. „ Und diese werde ich heute auch bekommen.“ lächelte sie glücklich auf.
„ Ist deine Begegnung mit uns nicht schon Jahre her? Warum kommst du jetzt erst?“
„ Weil ich so lange gebraucht habe um wieder auf die Beine zu kommen und mir die perfekte Rache einfallen zu lassen, ok?“ starrte sie ihn verstimmt an. „ Zu euch ins Studio gekommen zu sein war der größte Fehler meines Lebens! Als ihr mich diesen fürchterlichen blutrünstigen Hyänen zum Fraße vorgeworfen habt, wurde ich so schlimm verletzt, dass ich monatelang komplett eingegipst im Krankenhaus liegen musste! In dieser Zeit hat der alte Mistkerl namens EX-Chef einen Anwalt gefunden, der wiederum einen Richter kannte, die im selben LoT-Fanclub waren und zusammen haben sie es geschafft, mein unkündbares Arbeitsverhältnis wegen selbstverschuldeten fernbleiben des Arbeitsplatzes zu kündigen!! Dabei lag ich wegen EUCH im Krankenhaus und danach war ich in der REHA, ich konnte also gar nicht zur Arbeit gehen!“ zischte sie. „ Dann hat mein Verlobter das Video gesehen, was mich angeblich dabei zeigt, wie ich mich an dich ran mache, und hat sich von mir getrennt!! Ohne ihn und meinen Job konnte ich das Haus nicht mehr halten und nun leben ich in einem Einzimmer Apartment in der schlimmsten Gegend dieser Stadt!“ schnaufte sie. „ Dann wollte ich euch anzeigen. Oh ja, ich wollte euch bis aufs letzte Hemd ausziehen und dann von der Straße aus dabei zusehen, wie ihr euer heißgeliebtes Studio für immer verliert. Doch scheiße man! Ihr schmiert sogar die Polizei!!“ keifte sie. „ Als sie erfuhren, um welches Studio es sich handelte, haben sie es plötzlich als unverschuldeten Unfall abgetan, sämtliche danach besuchte Anwälte meinten nach Benennung des Studios, dass ihr da ja gar nichts für konntet und dass man nie auch nur einen Cent rausschlagen würde, weil man nie herausfinden wird, wer mich konkret zusammengeschlagen hat. Da wurde es mir klar. ICH bin auf mich allein gestellt! Ihr werdet nur eure gerechte Strafe bekommen, wenn ICH dafür sorge und das habe ich getan.“
„ Das klingt ja alles total dramatisch, aber im Grunde hast du dein derzeitiges Leben selbstverschuldet.“
„ NICHTS ALS LÜGEN!!!“ zerschlug sie ihn ihrer Wut auch noch die Geige. „ Verdammt!! DAS war meine Lieblingsgeige!!! Die geht auch auf euer Konto.“ stampfte sie zu einem Eisenschrank hin und holte eine neue Geige da raus. „ Aber was soll es?“ legte sich ein irres Grinsen auf ihre Lippen. „ Heute werden sie so viel bezahlen, dass meine geliebte Geige definitiv im Preis mit inbegriffen ist. Und nun frag mich womit sie bezahlen werden!“
„ Und womit werden sie bezahlen?“ seufzte er.
„ Mit ihrem Leben!!“ spielte sie zur Untermauerung ein düsteres Lied auf ihrer Geige.
„ Was?“ hakte er schockiert nach.
„ Mit ihrem Leben!!“
„ Das habe ich schon verstanden!! Aber wie willst du das anstellen?“
„ Och weißt du. Ich hatte so viel Zeit mir mögliche Todesursachen auszudenken, dass ich mich letztendlich nicht für eine Methode entscheiden konnte. Deshalb habe ich hier so viele Fallen wie möglich eingebaut.“ grinste sie. „ Vor dem Haus stehen die schlimmsten Straftäter der Unterwelt, sollten sie wider erwartend an denen vorbeikommen, dann wartet eine explosive Überraschung in meinem Vorgarten. Schaffen sie es auch daran vorbei zu kommen, dann werden ihnen die giftigsten Skorpione der Welt um die Ohren fliegen. Ausgehungert und aufgestachelt werden sie gleich alles stechen was ihnen vor die Flinte kommt. Selbst wenn sie diesen Todestrakt überwinden, lauert der sichere Tod in Form der giftigsten Schlangen ein Raum weiter und danach kommt die Räucherkammer. Sie werden es also niemals bis hierhin schaffen. Auf dem ein oder anderen Weg werden sie HIER ihr Leben verlieren. Ich hoffe jedoch, dass sie nicht in die Luft gesprengt werden. Das wäre langweilig und irgendwer müsste den Dreck ja hinterher wieder weg machen.“
„ Du bist total irre...“ starrte er sie geschockt an.
„ Ich bin genau das, was ihr aus mir gemacht habt.“ konterte sie.
„ Aber warum hast du Lance entführt und uns zu der Fabrikhalle hin gelockt? Und warum hast du die beiden nicht da schon ausgeschaltet? Dass du auf sie wartest bedeutet doch, dass es ihnen gut geht.“
„ Noch geht es ihnen gut.“ nickte sie. „ Ich brauchte ein Ablenkungsmanöver, etwas was euch irritiert und was euch dazu bringt, euch aufzuteilen. Diese Hohlfrüchte vom verfluchten Bräutigam zu beeinflussen war so einfach wie einem Baby seinen Lolly zu klauen. Außerdem musste ich es verhindern, dass sie sich hinterher noch mit Scheiß LoT verbünden, um ihre Lieblinge Yami und dich zu retten.“ erzählte sie ihm. „ Ja richtig, Yami wollte ich auch haben. Doch leider konnte ich ihn nicht finden.“ logisch, weil ihn keiner bei Laura vermutete. „ Aber dafür habe ich etwas anderes raus gefunden. Nämlich dass DU eine heimliche Beziehung mit dieser Möchtegern Autorin führst.“ grinste sie ihn an. „ Deshalb weiß ich auch, dass sie hierher kommen wird, um dich zu retten und Laura wird ihren Lover diesen Lance befreien.“ lief sie begeistert von ihrer eigenen Genialität im Raum auf und ab. „ Doch dann wird sie herkommen um ihre Busenfreundin zu unterstützen und was wird die arme kleine Sau dann entdecken? Genau! Den leblosen Körper, oder dessen Teile, ihrer Partnerin. Aber das macht nichts, denn schon kurz darauf werden sie sich in der Hölle wiedertreffen!!“
„ Wage es dich...“ begann Luca, doch wurde dann von der Alten unterbrochen: „ Sie auch nur anzufassen und du reißt mich in Stücke.“ sah sie kopfschüttelnd zu ihm hin. „ Das war so was von vorhersehbar und du willst ein Superstar sein? Wie lächerlich. Halt am besten einfach deinen Mund und lausche dem nahenden Todeskampf deiner Liebsten. Lange dürfte es ja nicht mehr dauern.“
„ Wenn du ihr auch nur ein Haar krümmst, mache ich dich fertig, das schwöre ich dir!“ zerrte er energisch an seinen Fesseln rum. „ Dann werde ich meine gesamte Zeit darin investieren, dein armseliges Dasein noch armseliger zu gestalten!“
„ Wie soll DAS denn gehen??“ schnauzte sie ihn an. „ Ich habe doch bereits ALLES verloren!“
„ Nein nicht alles und das bisschen was übergeblieben ist, werde ich dir auch noch nehmen!“
„ Och bitte. Spare dir deine Luft für bessere Zeiten auf. Ach ich vergaß, die wirst DU ja gar nicht mehr erleben!“ lachte sie wie ein irrer Wissenschaftler auf und dass immer lauter, so dass es selbst von draußen zu hören war.
„ Hier sind wir auf jeden Fall richtig.“ meinte Jaz.
„ Hast du das denn noch nicht bemerkt, als sich uns diese Gorillas in den Weg stellten?“ hakte Akira mit hochgezogener Augenbraue nach.
„ Ach, das war doch bloß ein schlechtes Empfangskomitee, also nicht der Rede wert.“
„ Voll die Lutscher, ey!“ nickte Chantal.
„ Hey Jaz!“ kam Laura mit den anderen angerannt. „ Isuck hat die gesamte Abwehr also wirklich für sich beansprucht, damit die Alte ungehindert über Luca herfallen kann!“
„ Ja, aber die erste Welle haben wir bereits ausgeschaltet.“
„ Ich sehe es.“ nickte sie. „ Macht aber nichts! Hauptsache wir können diese Schlampe zusammen in der Luft zerreißen.“
„ Ich werde versuchen mich zusammenzureißen, doch sollte sie Luca auch nur mit dem kleinen Finger angetatscht haben, dann garantiere ich für nichts!“
„ Sollte es so sein, dann werde ich dir nicht im Weg stehen. Also los, lass uns rein stürmen statt hier auf die nächsten Wellen zu warten. Wir können Luca nicht helfen, wenn wir uns hier draußen die Füße in den Bauch stehen.“
„ Du hast Recht. Gehen wir.“
Was folgte war eine Explosion, die das Haus in ihren Grundmauern erschütterte, Isuck noch irrer und lauter auflachen ließ und sämtliche Farbe aus Luca's Gesicht saugte.
„ Nein...“ stammelte er.
„ Hahaha! Das klang ganz eindeutig nach meiner kleinen explosiven Überraschung. Ich bedauere bloß denjenigen, der den ganzen Mist nun wieder aufwischen muss.“
„ Du irre Drecksschlampe!! Du bist tot!!! Du bist so was von tot!!“ zerrte er noch verzweifelter an seinen Ketten rum. „ Das darf nicht sein! Sie darf nicht...“
„ Was? In Stücke gerissen worden sein? Doch, das passiert bei einer Explosion nun mal. Du darfst ruhig heulen, wenn du das willst. Das macht dich bestimmt umso sexiger.“ grinste sie ihn abgrundtief böse an. „ HAHA ich habe es geschafft!! Ich habe es wirklich geschafft!!“
„ Nein, ich weigere mich das auch nur anzunehmen!! Sie werden gleich in der Tür stehen und dir den Arsch aufreißen!“
„ Ok. Dann warte ich.“ sah sie erwartungsvoll zur Tür, doch niemand kam her, um ihr den Arsch aufzureißen. „ Mhm. Wie schade, da kommt ja gar keiner.“
Durch die Tür kam keiner, doch dafür brach wer durch die Decke und dieser Jemand sah nun nicht so aus, als würde er mit der Isuck ein Stück Kuchen essen wollen. Viel mehr bezeugte sein Blick, dass er mehr als bereit dazu war, die Schlange zu häuten, in Stücke zu schneiden und in der Pfanne zu braten. Aber dafür hatte er den coolsten Auftritt überhaupt und er wirkte sogar noch cooler, als er mit düsterer Miene auf Isuck zu ging und diese panisch das Weite zu suchen versuchte, doch anstatt der Flucht bekam sie einen Freiflug gegen eine der Wände geschenkt, woraufhin sie heulend am Boden liegen blieb. Kian, er war es nämlich, der den coolsten Auftritt dieser Geschichte zugesprochen bekam, war mehr als nur bereit dazu, ihr erbärmliches Leben zu beenden, dass bezeugte der aus purer Finsternis bestehende Blitz, den er in Händen hielt, doch anstatt sie ins Jenseits zu befördern, ging er lieber zu der weg humpelnden Alten hin und stieß ihren Kadaver gegen die Wand.
„ Fang an zu beten, dass sie deinen hinterhältigen Anschlag heil überstehen! Andernfalls komme ich wieder und breche dir dein dreckiges Genick!“ gab er mit einer bedrohlich wirkenden Stimme von sich. „ Ganz gleich in welchem Loch du dich verkriechen wirst, ich finde dich und dann hat dein letztes Stündlein geschlagen, das schwöre ich dir!“ warf er sie zurück in den Dreck und beschwor zudem noch ein paar Kreaturen der Schattenwelt herauf, die ihr so einen Schrecken einjagten, dass die grauen Haare nur so sprießten.
„ Kian. Was ist mit Jaz? Geht es ihr gut??“
„ Es tut mir leid...“ sah er zu ihm rüber. „ Ich kam zu spät.“
„ Was soll das heißen, du kamst zu spät??“ riss er schockiert die Augen auf. „ Soll das etwa heißen... nein... das kann nicht dein ernst sein...“
„ Leider ist das mein voller ernst.“ ging er zu ihm hin, um die Ketten zu zerschlagen, die ihn gefangen hielten. „ Akira hat das schlimmste von ihnen ferngehalten, aber auch seine Kräfte sind begrenzt. Es waren einfach zu viele Mienen, die zu viele potentiell tödliche Splitter erzeugten.“
„ Wir müssen da hin! SOFORT!“ starrte er erbost zu Isuck hin. „ Um die kümmern wir uns später.“
„ Ich bringe dich zu ihr.“ nickte er.

Epilog

„ Ha! So eine Explosion habt ihr bestimmt noch nicht überlebt!“ grinste Jaz breit auf.
Die Autorinnen und alle die vor dem Haus standen, hatten noch mal Glück im Unglück gehabt. Die umher fliegenden Splitter hatten so ziemlich alle getroffen, am schlimmsten aber die beide Damen, weshalb diese ins Krankenhaus eingeliefert und sogar notoperiert werden mussten. Inzwischen aber ging es den beiden schon wieder so gut, dass sie das Krankenhauspersonal umher scheuchen konnten.
„ Ich wusste ja gar nicht, dass das ein Wettbewerb ist.“ schmunzelte Lance. „ Außerdem weißt du doch gar nicht was wir bereits alles durchlebt haben.“ auch er war verletzt, aber nur leicht.
„ War da eine Explosion bei?“
„ Nein.“
„ HA! In dem Fall sind wir krasser.“ nickte sie ihr Gesagtes ab.
Laura und sie waren in einem Zimmer, auch wenn ihnen eigentlich ein Einzelzimmer zustand. Aber gemeinsam ließ es sich besser aushalten. Die anderen kamen auch von Zeit zu Zeit mal vorbei, bloß Luya und die Purys sowie Maria bekam man kaum mehr hier weg.
„ Und nun will ich es sehen!!“ strahlte sie Jay an.
„ Was willst du sehen?“
„ Dein Tattoo natürlich!“
„ Au ja! Das will ich auch sehen!“ stimmte Laura mit ein, dafür legte sie sogar ihr Handy aus der Hand.
„ Also los! Zieh dich aus!“
„ Das ist ja mal wieder typisch. Uns schicken sie los um was vernünftiges zu Essen zu holen und in der Zeit befehlen sie anderen Männern sich auszuziehen.“ betrat Luya das Zimmer.
„ Endlich! Ich bin bereits am verhungern!“ nahm Laura den Salat dankend entgegen. „ Den Fraß den sie hier servieren kriegt doch keiner runter.“
„ Stimmt.“ nickte Jassy. „ Und wenn wir Maria darauf angesetzt hätten, dann hätte sie uns bis zum platzen gemästet!“
„ Haben die Ärzte schon was gesagt wann ihr raus kommen werdet?“ wollte der Superstar wissen.
„ Ein paar Tage wird es wohl noch dauern. Aber das stehen wir schon durch.“
„ Logo!“ grinste Laura. „ Wir haben einen Fernseher, eine Spielekonsole, leibeigene Essenslieferanten, ich bekomme meine Pakete hierher gebracht und darf den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen.“
„ Mir wäre trotzdem lieber du würdest das alles zuhause tun.“ kommentierte Yami das Gesagte. „ Ich kann es immer noch nicht fassen, dass die euch wirklich umbringen wollte.“
„ Die Polizei war auch heute Morgen da und hat unsere Aussage aufgenommen. Sie wird natürlich wegen zweifachen Mordversuch und Entführung angeklagt.“ berichtete Jaz.
„ Ja, aber die Beamten meinten schon, dass die wohl lebenslang in die Klapse gesperrt werden wird.“ fügte Laura hinzu. „ Kian hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Die fürchtet sich vor allem was schwarz ist!“ grinste sie breit auf. „ Sogar vor schwarzer Kleidung! Die wird einen Heidenspaß haben, wenn die im Gericht von lauter Robenträgern umgeben ist.“
„ Ich hätte es ihm auch verziehen, wenn der die aus dem Leben getreten hätte.“ meinte Lance. „ Aber wenn sie für immer weggesperrt wird, dann soll mir das auch recht sein.“
„ Am besten sperren die die in einen Raum, in dem das Licht ständig ausfällt.“ gab Luca ebenfalls seinen Senf dazu ab. „ Ich bin jedenfalls froh darüber, dass ihr noch lebt.“
„ Was wir vor allem Akira zu verdanken haben.“
„ Das stimmt. Ich will gar nicht wissen wo es uns andernfalls überall hin verstreut hätte.“ verzog die Mangaka ihren Mund.
„ Warum hast du mir nicht Bescheid gesagt als Lance entführt wurde? Ich hätte euch doch auch geholfen.“ hakte Yami nach.
„ Es musste eben alles total schnell gehen und ich habe ehrlich gesagt auch gar nicht daran gedacht. Zum Glück nicht! Sonst hätte die dich ja auch bekommen!“
„ So war es aber auch nicht besser. Zu erfahren, dass du bei einer Explosion verletzt wurdest, hätte auch alles und nichts bedeuten können.“ grummelte er. „ Eher alles als nichts.“
„ Und wie ist es bei dir weiter gegangen? Was hat dir Ori eigentlich verabreicht?“ wandte sich Jaz an Jay.
„ Wir sind zum Set gefahren, mehr war da nicht. Ich schätze mal, dass das Bewusstseinsraubende Tropfen waren, nur zu niedrig dosiert. Deshalb hat es mich nicht komplett ausgeknockt.“ behauptete er, woraufhin sich langsam aber sicher ein freches Grinsen auf die Lippen seines besten Freundes legte.
„ Bewusstseinsraubende Tropfen? Was hätte die denn davon gehabt?“ dachte sie darüber nach, während sie etwas von ihrem Salat aß. „ Gibt man so was nicht normalerweise nur Frauen? Bei denen muss sich ja nichts regen.“
„ Das gleiche funktioniert bei den Männern auch.“ wurde Lance's Grinsen noch ein ticken breiter. „ Das habe ich jedenfalls gehört.“
„ Mhm. Naja BB sind eben nicht die hellsten Kerzen auf der Geburtstagstorte.“
„ Oh. Ihr habt ja inzwischen ein ganzes Harem um euch versammelt.“ betrat kurz darauf eine Krankenschwester das Zimmer. „ Und einer sieht besser aus als der andere.“ schmunzelte sie. „ Ich muss euch trotzdem bitten den Raum zu verlassen, während ich mir die Wunden der beiden ansehe.“
„ Darf ich mitgehen?“ hakte Laura gleich nach.
„ Aber bestimmt nicht.“ sah sie den Herrschaften dazu zu, wie sie das Zimmer verließen. „ Der Doktor hat euch beiden strikte Bettruhe verschrieben und das ist auch nötig, wenn eure Verletzungen restlos verschwinden sollen. Außerdem seid ihr dem Sensenmann gerade so eben wieder von der Schippe gesprungen, damit ist nun wirklich nicht zu spaßen.“
„ Ist ja gut.“ murmelte sie.
„ Bewusstseinsraubende Tropfen ja?“ wollte Lance noch immer breit grinsend auf dem Flur von Jay wissen. „ So weit ich weiß, rauben die dir alles, aber ganz sicher nicht das Bewusstsein.“
„ Woher willst du denn wissen was mir verabreicht wurde?“
„ Och, das hat mir ein Vögelchen gezwitschert.“
„ Dann solltest du nicht alles glauben was man dir erzählt.“
„ Aber ich glaube das, was ich mit eigenen Ohren hören konnte.“
„ ...“ schielte er ihn schief von der Seite an.
„ Keine Sorge, wenn der Preis stimmt, dann ist dein Geheimnis bei mir sicher.“
„ Was für ein Preis?“
„ Mir wird schon was einfallen, ich lass es dich wissen, wenn es so weit ist.“
„ So, ihr dürft nun wieder rein gehen.“ trat die Krankenschwester auf den Flur.
„ Und wie sieht es aus? Ist alles so weit in Ordnung?“ wollte Yami von ihr wissen.
„ Nun, eine flotte Sohle werden sie in nächster Zeit wohl nicht aufs Parkett legen, aber sie sind auf einem guten Weg. Sie hatten wirklich einen unglaublich großen Schutzengel, dass die so glimpflich davon gekommen sind.“
„ Ja, den hatten sie wohl.“
„ Ich habe den Längsten!“ platzten sie in eine hitzige Diskussion der Patientinnen.
„ Na und? Dafür habe ich den dicksten!“
„ Will ich wissen, worüber ihr da gerade streitet?“ zog Luca fragend eine Augenbraue hoch.
„ Splitter!“ hielten sie gleichzeitig die Gläschen hoch, in denen sich die Fragmente befanden.
„ Eine steckte in der Nähe meines Herzens!“
„ Bei mir war es die Lunge, also das ist beides ziemlich tödlich, wenn du mich fragst!“ konterte Laura.
„ Ihr seid total bescheuert.“ schüttelte so ziemlich jeder den Kopf.
„ Wann hat sich nur dieser Wettkampf eingestellt...?“
Und die Moral von der Geschichte? LoT machte Isuck's Pläne zu Nichte!
Doch war es wirklich das letzte Mal, dass man etwas über sie las? Oder konnte es vielleicht sein, dass sie durch die jüngsten Ereignisse noch verrückter wurde? Sich die Haare giftgrün färbte, nur noch in unpassenden Farbvarianten rum ließ, einen alten vor Dreck stehenden Hasen ihren besten Freund nannte und fortan den Namen: Lady Mörderpuppe trug? Tja, das werden wir in dieser DX Story nicht mehr erfahren!
Denn hier kommt das dicke:


ENDE!
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